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 © 18/01/1999  Michael Rein
last update 10/05/2001
 
 Portugal 1998 /´99

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Anreise
25. Dezember 1998, 07:00, Regen, 2°C. Los geht´s. Es führte mich von Bochum über Köln, Aachen, Lüttig, die Ardennen, Charlons s.M., Troyes, Auxerre, Bourges, Chateauroux, Bellac, Angouleme, Bordeaux, Biarritz nach Donostia San Sebastian (Karte 1). Bis auf einen herausfordernden Lamborghini Diablo-Fahrer schien Frankreich an diesem Tag ausgestorben zu sein; kein Wunder, schließlich war Weihnachten. Die Übernachtung erfolgte als einziger Gast in einer Jugendherberge. Morgens am 2. Reisetag machte ich erstmalig Bekanntschaft mit dem Atlantik, mit dieser Gewalt ausgehend von Mond, Wind und Wasser. Von Arcachon fuhr ich, soweit möglich, immer an der Küste entlang nach San Sebastian, einer romantischen Stadt mit viel Wasser und scheinbar immerwährendem Sonnenschein (bei Ankunft 21°C), in der ich auch vom Mittag an den Rest des Tages verbrachte. Die Route verlief dann am 3. Tag weiter an der überaus windigen kantabrischen Küste entlang über Bilbao, Santander und Gijon nach La Coruna. Von dort konnte ich über herrliche Panoramastraßen an der grünen Küste Galiziens (Karte 2)in das etwas landeinwärts gelegene Santiago de Compostella gelangen. Das Wetter war wie erwartet äußerst wechselhaft, aber noch angenehm warm bei 10°C oder gar mehr.

Am 29. Dezember habe ich  Jan und Holger in Braga / Portugal getroffen.  Meine Boxennachbarn (wir arbeiten am gleichen Laborplatz) sind mit dem Flieger nach Porto geflogen und haben sich dort einen Wagen gemietet. Ich war gespannt auf diese seltsame Urlaubskombination mit etwas unterschiedlichen Interessen und Fortbewegungsmitteln.



Portugal
Auf meiner Karte 3 kann man die gefahrene Strecke nachvollziehen. Im Norden des Landes bin ich zunächst eine kleine Schleife durch den Parque National da Peneda Gere gefahren, danach im Westen des Landes in südlicher Richtung bis zur Algarve. Diese abgefahren vollendete ich die Landesrundfahrt mit der Durchquerung des östlichen Landesinneren, der Besichtigung der auf Hügeln errichteten mittelalterlichen Burgdörfer und einer Portweinkellerei - Besichtigung bei Taylor´s in Porto. Auf der Rückreise nahm ich noch Braganca mit.

Das erste was mir in Portugal auffiel, waren die überaus verschmutzten Straßen, welche sich zudem noch in einem ziemlich schlechten Zustand befanden. Nur gut, daß das Fahrwerk meiner GS die Unebenheiten glatt gebügelt hat. Als zweites erfuhr ich den unangenehmen Regen im Noden Portugals. Es regnet zwar nur wenige Stunden, aber dann auch derart heftig, daß die Straßen stellenweise gleich bis zum Versinken der Radnabe unter Wasser standen (Regenmenge Porto in den Wintermonaten doppelt so hoch wie Kassel). Auch die Autofahrer werden ihrem Ruf (In Portugal sind die schlechtesten Autofahrer Europas!) gerecht. Überraschend günstig verlief der erste Abend, sowohl in Hinblick auf die Unterkunftspreise, als auch auf Unkosten allgemeiner Art, denn schließlich ist Portugal eines der "billigeren" Länder Europas. Für ein Abendessen für 3 Personen mit einer Flasche Wein haben wir außerhalb der Großstädte ca. 50 DM gezahlt.

Im Norden des Landes gab es deutlich mehr kulturelle Sehenswürdigkeit wie Kirchen , Klöster und Burgen zu bestaunen, wohingegen im Süden eher das Wetter und die Landschaft fesselte: Die Algarve und der Alentejo, alles bei purem Sonnenschein und fast 20°C. Eindrucksvolle Momente bescherte der Sonnenuntergang an der Algarve in Algar Seco. Etwas weiter im Landesinneren haben mich die mittelalterlichen Burgstädte begeistert, welche auf Hügeln erbaut wurden (ca. 200 - 300 m über dem Landschaftsniveau) und von denen man bei entsprechender Witterung gut und gern 100 km weit ins Land hinein sehen konnte. Entgegen den Ausführungen der Reiseführer waren diese die Highlights unserer Reise, nicht irgendwelche pompösen Bauten.

Das große Finale war in der reichen Industriestadt Porto, wo mir bei einer Besichtigung der eingeschenkte Portwein so gut schmeckte, daß ich beschloß, die Koffer mit einigen Flaschen des guten Tropfen aufzufüllen. Leider liegt Portugal im Norden Portugals und zeigt somit gerade im Winter tägliches Regenwetter. Das ist zwar gut für die Weinfäßer aber schlecht für Motorradurlauber.



Rückreise
Die Rückreise verlief unerwartet kompliziert, da im Norden Spaniens und Portugals überraschend viel Schnee vom Himmel fiel. Am Abend meines ersten Rückreisetages sperrte die spanische Polizei alle völlig überlasteten Autobahnen, um die zugescheiten Straßen durch Räumfahrzeuge wieder befahrbar zu machen. Das dauerte die ganze Nacht welche ich mit anderen Motorradfahrern auf dem Boden in einer Raststätte verbracht habe. Auch am 2. Tag mußte ich gegen Abend in der Limousine Frankreichs die Fahrt witterungsbedingt vorzeitig abbrechen, obwohl ich von San Sebastian bis nach Angouleme strahlenden Sonnenschein hatte. Selbst die Nationalstraßen waren infolge der tiefen Temperaturen und des starken Schneefalls spiegelglatt. Eine Familie mit Bauernhof hat mich aufgenommen und unter dem Dach schlafen lassen. Das Moped stand bei den Rindern im Stall. Schließlich war ich am nächsten Abend nach 2.400 km Rückreise unversehrt aber körperlich angeschlagen daheim angekommen.

Stationen meiner Reise
 
 
Guimaraes 
Braga 
Parque National da Peneda Geres 
Vila Real 
Mateus 
(Lamego) 
(Viseu) 
Aveiro 
Bucaco Nationalpark 
Coimbra 
Conimbriga 
Tomar 
Batalha 
Alcobaca 
Obidos 
Peniche 
Baleal 
Mafra 
Sintra 
Cabo da Roca 
Lisboa 
Serra de Monchique 
Cabo de Sao Vincente 
Ponte da Piedade 
Ferragudo 
Algar Seco / Cabo Carvoeiro 
Tavira 
Parque National da Ria Formosa 
Serra do Malhao 
Beja 
Rio Guadiana 
Serpa 
Monsaraz 
Evora 
Evoramonte 
Marvao 
Monsanto 
Serra da Estrela / Torre 
Lamego 
Rio Douro 
Porto 
Braganca
alte Landeshauptstadt, Burgen  
Bom Jesus do Monte, 30 Kirchen, Großstadtcharakter  
unberührtes Naturgebiet, Serra do Geres, Serra da Peneda 
Bezirkshauptstadt  
schönster Landsitz Portugals  
sintflutartiger Regen, Stadt nur gestriffen  
sintflutartiger Regen, nicht gesehen  
Portugals Venedig  
Palasthotel mitten im Wald  
Unistadt, Unibibliothek, Unter- /Oberstadt  
Ausgrabungen aus Römerzeit  
Templerburg Conventodo Cristo  
Kloster Mosteiro da Sant Maria de Vitoria  
Zisterzienserkloster  
mittelalterliches Städtchen in bestem Zustand  
touristische Stadt auf Halbinsel, reißende Klippen  
kleines Dorf, nur über einen Damm erreichbar  
Kloster  
Palacio da Penda, Castelo dos Mouros, Paco Real  
westlichster Punkt Europas  
Landeshauptstadt, Alfama, Bairro Alto  
blühende Hügellandschaft mit viel Obst  
Südwest-Ende Portugals  
Sand- / Felsbucht, typisch Algarve  
vom Tourismus scheinbar unberührtes Fischerdorf  
unterströmte Felsbucht mit Pfaden  
verträumte Stadt mit 37 Kirchen  
Sandbänke und Priele  
karge Landschaft in vielen Farben  
mittelalterliche Stadt mit hohem Turm  
Flußtal  
mittelalterliche Stadt in seinen Stadtmauern  
320m hohes Dorf in Festungsmauern  
Provinzhauptstadt, Knochenkapelle, Tempel, Konvent  
Burg auf dem Berg  
630m hohe Burg und Stadt mit Festungsmauern  
800m hohes Burgdorf mit Basaltsteinen  
höchstes Gebiet Portugals mit Spitze (1990m)  
Burg, Nossa Senhora dos Remedios  
Weinanbeugebiet  
der Stolz des Nordens, Weinkeller  
mittelalterliche Festungsanlage, (Großstadt)
3 Wochen - 8.800 km
Portugal 1998/9 Fotos
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