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 © 12/08/1999  Michael Rein
last update 10/05/2001
 
Schottland 1999
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Reise 
Literatur: - Schottland - DuMont (30 DM) 
- Schottland - Richtig Reisen, DuMont (38 DM) 
- Camping: ADAC Campingatlas Nordeuropa, Schottlandseiten kopiert 
- Video: Scotland, Reisevideo (englisch, 1:45h), Geschenk von Lawson! 
- sämtliche Seiten im www. 
     Besondere Erwähnung sollen die Seiten von Achim finden: 
     http://www.wirtschaft.uni-kassel.de/Nutzinger/Mitarbeiter/Achim/scotch.htm
Kartensätze: - Deutschland: Aral Straßenkarte Deutschland 1:1.000.000 
- Frankreich: Aral Straßenkarte Frankreich 1:1.000.000 
- England, London: Aral Straßenkarte Great Britain 1:750.000 
- Schottland: Michelin Great Britain - Scotland (rot) 401, 1:400.000 

Die Aralkarten zur Übersicht sind Leihgabe meines Vaters, die Michelin kostet in Deutschland üblicherweise 13,80 DM. 


Jugendherbergen: 
SYH
Herbergen in Schottland gibt es überall (Übersicht). 

- maximales Alter: ist egal ... "everyone over the age of 5 is welcome 
                                                 at our hostels. There is no upper age limit." 
- Kosten: Die Preise belaufen sich, je nach Saison und Standort, zwischen 
    £ 3.85 hin zu £ 16. 
- Frühstück: Für ein kontinentales Frühstück berechnet man £ 2, für ein 
    englisches £ 3.85. 
- Meist verlangte man 8 £ ohne Frühstück, in (Groß)städten 12,50 £ mit. 
- Hygiene: allerorten keine negative Beanstandung 
- Diebstahl: in Schottland doch nicht. 
- Besonders schöne Herbergen: Loch Lomond 
- Ankündigung: geht auch telefonisch. 
- Trockenräume: meist überlastet und unwirksam.

Zelten: - Orte: fast überall wo mehr als 100 Menschen miteinander wohnen. 
- Hygiene: im Durchschnitt recht gut, bis auf Inverness. 
- Preis: 1 Zelt, 2 Pers., 4 - 8 £ zusammen, geht auch deutlich teuerer 
- Qualität: meist sehr schöne Lage mit herrlichen Aussichten. Grüner Rasen. 
- Waschen: kann man auf fast allen Zeltplätzen. 
- Mücken: klein wie Eintagsfliegen, beißen wie die Großen, hilft nur der Wind 
       sonst kein Mittel dieser Welt (außer Fliegennetz). LandesPLAGE!!!
Wildcamping: Nur einmal durchgeführt, da Campingkosten 6,20 £ /Pers. verlangt wurde. Kann 
und darf man überall, wo Platz ist und es keinen stört. Wildcamping ist sehr 
beliebt in Schottland.

Unkosten: Wechselkurs zur Reisezeit: 1 £ - 2,97 DM (damals stand der Euro bei 1,02 $) 
Rechnet man einen Satz Reifen (400 DM) und das Inspektionszubehör (150 DM) mit, so kommt man incl. der Fährverbindungen (HH-NC: 184 DM, NC-A: 230 DM, Orkney: 50 DM) auf eine Summe von rund 2.500 DM für 16 Tage bei 5.800 km Wegstrecke und eher puristischer Lebenshaltung. Das liegt noch völlig im Rahmen des Standards (Daumenregel für Mopedurlaub: 1.000 DM / Woche + Verschiffung). 

Ansonsten ist die Insel ungemein teuer. Dose Cola liegt bei 45p - 1,20 DM im Supermarkt. Vornehmlich liegen die hohen Preise am schwachen Euro. 

Fährfahrten: Für die Hinreise haben wir zum Studententarif pro Person und Moped in einem 4-Bett-Zimmer (innen, billigste Kathegorie) 184 DM bezahlt. Die einfache Fahrt mit Scandinavian Seaways war gebucht für den 11. Juli 1999, 16:30 Uhr ab Hamburg nach Newcastle, 12.07., 12:30 Uhr Ortszeit mit der MS Prince of Scandinavia. Vorteil der HH - NC Verbindung ist das Erlebnis. Man fährt 3h die Elbe hinunter, sieht am Abend Helgoland und später den Sonnenuntergang. Am späten Morgen ist dann Land in Sicht. 

Für die Rückreise  von Newcastle nach Amsterdam mit ScanSea haben wir vor Ort nur eine 4-Bett-Kabine mit Dusche und WC bekommen (84 £ / 230 DM pro Pers. bei Studentenrabatt). Vorausbuchung telefonisch  mindestens einen Tag zuvor nötig. Anderenfalls sollte man pünktlich um 15:30 Uhr am Schalter von DFDS Seaways stehen (viele Plätze sind nicht frei). Die Amsterdamverbindung ist insoweit interessant, als für die Fahrt nur 15h benötigt werden und man den Destinationsort morgens früh erreicht. Man sieht aber nix Interessantes. 

Ein Transfer über den Kanal ist unwesentlich günstiger!!! Preissenkung durch Konkurrenz hat nicht funktioniert. Auch die Bahn will ca. 150 DM haben, und man sieht schwarz. 

Die Fähre (P&O) von Thurso zu den Orkneys ist die einzige, mit der auch Fahrzeuge transportiert werden. Pro Nase werden 16 £, pro Moped 26 £ verlangt. Der Preis bezieht sich auf Hin- und Rückfahrt am gleichen oder am folgenden Tag. Aus Kostengründen sind Holger und ich nur mit meiner Maschine rübergesetzt und dann im Doppelpack über die Insel getourt.


Straßen:  - Der Straßenbelag, insbesondere in den Highlands ist reifenfressend in exorbitanter Dimension. Deshalb sollte in jedem Fall vor dem Urlaub zumindest ein neuer Hinterreifen montiert werden; für Fahrer, die nervös mit der rechten Hand reagieren auch ein neuer Vorderreifen. 
Der Asphalt besteht aus recht großen Steinen und garantiert auch bei Regen eine ausgezeichnete Haftung. Kontraproduktiv dagegen ist der häufig auf  "2° / 3° roads" zu findende Kies auf der Straße. Da sollte man in der Spur fahren oder sich an den Drift gewöhnen. 

- Außerdem findet man reichlich Single Track Roads (STR), die immerhin so breit sind, daß ein Moped und ein PKW nebeneinander vorbei passen. Voraussetzung: der PKW-Fahrer (meist Touristen!) fährt auch am linken Straßenrand. Vorsicht ist stehts geboten, denn bisweilen weichen erschrockene PKWs durch festländische Touristenhand gelenkt instinktiv in die falsche Richtung aus - da heißt es reaktionsschnell und flexibel sein. 

- Linksfahren ist allgemein kein Problem, solange man bei der Sache bleibt. Gefährlich sind kurze, hastige (Photo-)Pausen, wahrscheinlich noch auf der anderen Straßenseite. Denn bei der Anfahrt ist man meist in Eile und in Gedanken versunken, so daß man sich in der nächsten Kurve, auf der rechten Straßenseite einem Bus gegenüber sieht. Insofern gerade in den ersten Tagen: nur die Ruhe und an Kreiseln, beim Abbiegen und nach Pausen die Gedanken beisammen halten!!! Einige Probleme bereiten auch die seitenverkehrten Autobahnauffahrten, denn instinktiv orientiert sich der Gewohnheitsmensch dann für die flasche Richtung ein (wenn er mal nicht nur nach Schildern fährt). 

- Richtig interessant sind die langen Bodenwellen, besonders über Brücken. Da kann man schonmal das Fahrzeug unter sich verliehren. Weiter sind auch die Steigungen der Straßen von besonderer Erwähnung. 25% sind dort keine Seltenheit. Man reagiert darauf mit viel Hubraum. 

- Schafe sind ein besonderes Thema. Manche haben Angst und laufen sofort weg, andere stört garnichts. Wichtig ist darauf zu achten, daß die Lämmer dem Muttertier hinterher laufen - ist das nicht so, dann wechselt das Lamm plötzlich die Laufrichtung und kreuzt unverhofft doch noch die Straße kurz vor dem Moped. Ein Unfall mit einem Schaf ist zwar zu vermeiden, aber nicht auszuschließen. Ein Schaf lief mir unverhofft bei 60 km/h zwischen Vorderrad und Motorblock und schmorte dort am heißen Krümmer mit dem Pelz fest, so daß es mitgeschliffen wurde. Sowas ist harmlos für den Fahrer und weit entfernt von einem Sturz, wenngleich es grausam für das Tier sein muß! Dagegen ist ein full impact ein sicherer Urlaubsabbruch!!! 

- Kaninchen kann man auch mal eines überfahren, macht sich aber nicht sonderlich bemerkbar und ist auch kein Grund zu stürzen.


Essen & Trinken: - Fish & Chips allerorten. Sowieso scheinen sich die Menschen dort 
     nur von Frittiertem zu ernähren, es sei denn sie kochen selbst. 
     Zumindest wenn man sich auf die Take Away Möglichkeiten beschränkt. 
- Vorsicht vor dem Döner, kein Schafsfleisch, sondern Rinderhack. 
- Pizza gibt es schon in Deutschland bessere. 
- Für viel Geld (> 60 DM) kann man aber auch gut Essen gehen. Habe ich 
     selbst aber nicht gemacht. 
- British Breakfast ist recht umfangreich, liegt aber auch schwer im Magen. 
- Den Whisky kauft man am besten und günstigsten daheim, nicht auf der 
     Fähre (Auswahl zu gering), nicht im brit. Spirituosenhandel (zu teuer) und 
     nicht in der Destillerie (viel zu teuer). 
     Mein Geschmack: Talisker (10y), Glenmorrangie sherrywood finish (12y) 
- Mehrkornbrot oder Schwarzbrot bringt man besser mit. Es ist fast unmöglich, 
     das brit. Weiß-/ Toastbrot zu umgehen. 
- Als guter Tip für den Snack zwischendurch sind Bäckereien, die mit den 
     verschiedensten Dingen gefüllte, warme Teilchen verkaufen. Als Beilage 
     erhält man dazu meist Chips. Ist IMO besser als Fish & Chips.

Diebstahl: Gibt´s nicht in Schottland, sind nämlich nur deutsche Touristen dort. Und die 
Schotten sind ehrliche Menschen, wenngleich auch geldgierig. Helm hab ich 
immer am Moped hängen lassen, wer will schon einen Shoei Helm klauen?
Polizei: Starke Präsenz in Großstädten. Sollen dort auch rigoros durchgreifen. Ansonsten 
hat jedes Dort seinen Sherif und der ist handzahm, solange kein ernsthaftes Delikt 
vorliegtt. 

Auf schottischer Seite sind Radargeräte an einer Hand abzuzählen. Hingegen auf 
englischer Seite findet man in jeder Ortschaft Knippskästen. Auf der Autobahn 
knippst der Sherif von hinten. Radarwarnschilder sind ernst zu nehmen! 
Manchmal steht die Polizei mit der Laserpistole am Straßenrand (Blinkzeichen).

Wetter: Stets unbeständig, besonders im Westen viel Regen. Südlich der Linie Glasgow - 
Edinburgh ist eher mit gutem Wetter zu rechnen. Skye ist nicht zuletzt deshalb so schön 
und wild, weil es eben dort häufig regnet. Wir hatten Tagestemperaturen im  Bereich 
15 - 20°C, das versöhnt. Und gelegentlich zeigt sich auch die Sonne, was die ganze 
schlechte Laune wieder vermasselt.
Schottland 1999 Fotos
Schottland 1999 Reise
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