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 © 05/05/2000  Michael Rein
last update 29/05/2001
 
Seidenstrasse 2000
Infoseite
Reisebericht in 4/2001

Fotos  

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Reise  
 
Organisation Begleitung durch lokale Reiseunternehmen: 
 
Kirgistan ITMC = Int. Travel & Mountaneering Center
1A, Molodaia Gvardia Str., Bishkek,
Kyrgyz Republic, 720010, CIS
Tel.  ++996 312 651404, 651221
Fax. ++996 312 650747
E-mail: itmc@elcat.kg
Contact Person: Mr Alexander Timofeev
"On the Road to Torugart" or Dr. Vladimir Komissarov.
 
China Xinjiang Tourism (Group) Co. Ltd
51 North Xinhua Rd
Urumqi 83002 / Xinjiang / China
Tel:  ++86-991-2821530  or  2821532  or  2312664
Fax: ++86-991-2821445 (or 2322251)
E-Mail: wenhua24@mail.wl.xj.cn  (...besser per Fax)
Contact Person: Ms. Liu Wen Hua 
"On the Road Torugart - Sust" or Mr. Sha Kehao
 
Pakistan Hunza Travel Service
Adamjee Rd. 65 A
Rawalpindi / Pakistan
Tel:  ++ 92-51-564782
Fax: ++ 92-51-513129
E-Mail: hunzats@comsats.net.pk
Contact Person: Hussain Ali Ghulam
"On the Road Sust - Islamabad"
 
Ohne organisierte Unterstützung in China wäre eine solche Reise sicher nur mit einem um eine Woche (für Wartezeiten) erhöhtem Zeitaufkommen zu realisieren. Das war der Hauptgrund, warum diese Reise mit Unterstütung durchgeführt wurde. Der Nebengrund betrifft mein nagelneues Motorrad. Denn es war nicht abzusehen, inwiefern meine HPN durchhalten würde. 

Verladung Spedition Milizer & Münch in Stuttgart 
Hin: Bahntransport im Container auf selbstgebauten Paletten 26/06/00 
Rück: Sammelluftfracht mit PIA, Dauer 2 Monate wgn. Koordinationsprobleme 
bei ca. 10 Motorrädern Gesamtkosten rund 1200 EUR 

Gesundheit Hepatitis A+B (Twinrix, ca 65 EUR/ Stck) 
    2-3 Impfungen, Abstände: die 2. nach 4 Wochen, die 3. nach 8 Monaten 
restliche Standardimpfungen 
Micropur zur Wasserentkeimung mitnehmen 
Immodium + Kohlekompretten 
irgendwas gegen Mückenstiche und Sonnenbrand 
Malariaprophilaxe für Regionen PAK unter 2000m 


Die Kombination von Magen/Darm-Problemen, großer/n  Höhe/nunterschieden, wechselnden bis heißen Temp. setzen dem Körper ordentlich zu. Viel trinken, Multivit Zusätze einnehmen. 

Formalitäten Visa: China, Pakistan, Kirgistan, Russland/Kasachstan 
Int. Führerschein 
Chines. Führerschein / Kennzeichen 
Reisepass 
Literatur 
Karten
LonelyPlanet - Central Asia incl. Karakoram Highway, 27 EUR 
Lonely Planet - Pakistan, 25 EUR 
vgs "Seidenstrasse" - Begleitbuch zur ZDF Dukoreihe 

Freytag & Berndt - Central Asia, 1:1.500.000 
Nelles Map - Himalaya, 1:1.500.000 


Wegqualität 
Strecke
1/3 Schotterstrecke. Ohne Fahrerfahrung mit schwerem Gerät nicht machbar. Besonders die südliche Strecke durch die Deosai Planes / Pakistan und so manche Passagen Wellblech/Staubpiste verlangten dem Material alles ab. Kofferverluste, verlohrene/gelöste Schrauben usw.. Auch für Abstecher in Seitenarme sollte man enduristisch ausgestattet sein. Viele kleinere Bach/Flußdurchfahrten. Wir hatten gutes Wetter, so dass es nicht weiter problematisch war. 
Ansonsten war der KKH hauptsächlich geteert. Manche Passagen wechselndes Terrain. Tiefe Badewannen. Straßen wenig gesichert. Keine Schilder, keine Beschränkungen. Hindernisse/Schäden wurden nur durch Steine gekennzeichnet. Deshalb besser keine Nachtfahrt! 
Unbedingt einen Allzweckreifen draufziehen: TKC80 oder T63 


Eine genaue Streckendokumentation hat Claus auf seinen Seiten. 
15 Detailkarten mit endlos vielen GPS Wegpunkten. 

Zur Übersicht liegen hier die Scans mit eingetragener Route auf den Landkarten 
Kirgistan (600 kB) 
China (500 kB) 
Pakistan (1 MB)
Essen 
Trinken 
Unterkünfte
Während der Durchreise Kirgistans wurden wir abends vom Begleitpersonal bekocht, was auch schon zu durchschlagenden Effekten (=D!) führte. Man übte sich in Askese. Cola, manchmal auch gefälschte, und Immodium waren erfolgreiche Gegenmittel. Filetiertes Fleisch ist dort wohl nicht bekannt, die ganze Reise nicht. Würze scharf und reichhaltig (D!). H20 Flaschen wurden oft nicht original verkauft, sondern mit Leitungswasser receikelt (D!). Sobald wir China erreichten übernachteten wir fast ausschließlich in Hotels. Dort war für üppige Mahlzeiten gesorgt. 
In Kirgistan hauptsächlich Camping. Zur Sicherheit eigenes Zelt immer am Krad! Temp in den Höhen bisweilen < 0°C. Auch Jurten-Camp mgl. Darin staut sich die Wärme besser. 
Die Hotels in China und Pakistan waren eher mäßig, dennoch zälten sie zu den besseren am Ort. Dies schützte aber nicht vor Ungeziefer im Zimmer und katastrophalen hygienischen Standards. Selbst im Pearl Continental Islamabad fanden wir Kakerlaken. Mit Läusen und Bettwanzen war allerorten zu rechnen. Der Service versuchte dies zu kompensieren. Freundlich, unfangreich, höflich, englisch sprechend. Motorräder standen immer sicher. 
Erwähnenswert war die Bleibe in Gilgit / Pakistan. Abends angekommen erwartete uns dort Abendessen in mehreren Gängen unter Flaggen auf dem Rasen des Hotelhofs bei Feuerschein. Staatsempfangstimmung. 

Verständigung 
Mentalität
Kirgistan: Wenige sprechen Englisch, schon eher Deutsch. Mit Händen und Füßen! 
                 Frauen freundlich, interessiert, Männer leicht reizbar 
China: kaum Kommunikation mgl. Hände und Füße! 
           Freundlich, verschüchtert 
Pakistan: 50% sprechen Englisch. Kommunikation gut mgl.. 
               Freundlich, hilfsbereit, Männer wirken häufig arogant 

Allen ist eine gute Improvisationsgabe und ein entsprechend handwerliches Geschick eigen. Zudem sollte man beim Geldtausch immer gegenrechnen und nachzählen. Häufige Betrugsversuche auch in Hotels. 


Umbauten 
Benzin
Benzin gibt es in der Qualität von 93 Oktan bis 76 Oktan und nicht entschwefelt. Hat den Maschinen nicht geschadet. Es musste halt oft getankt werden, um immer eine Mischung mit nicht zu geringer Oktanzahl im Tank zu realisieren. Getankt wurde in Kirgistan mit Vorkasse und Vorgabe der Liter, insofern erwerte es das Volltanken. 
Eine besondere Bedüsung haben wir trotz einer max Höhe von 4800m nicht verwendet. Wäre aber vielleicht ratsam, bei der BMW gleich die 145er Düse (statt der 155er) zu installieren. 
Probleme gab es mit kochendem Benzin und somit "spuckendem" Motorenlauf. Der geringe Luftdruck in der Höhe (ca. 4000m), die hohe Außentemperatur (30°C), die geringe Geschwindigkeit (1.-2. Gang), die hohe Motortemp (125°C) und der wenig gefüllte, große HPN Tank waren bisweilen eine schwierige Kombination. Man hörte den Sprit in der Schwimmerkammer sieden. Diese Probleme traten bei den Serien BMWs mit 24L Stahltank nicht so massiv auf. 
Reifen sind Allrounder zu wählen: T 63, TKC 80. Ersatzschlauch und Flickzeug. 
Spanngurte zur Sicherung von gebrochenem Material (zB. BMW Kofferträger). 
Ein GPS ist sicher angebracht, da kaum Beschilderung ... und wenn, dann in Landessprache. 
Ansonsten keine weiteren Modifikationen. 

Wetter Bis auf 2 Regentage hatten wir unglaubliches Glück. Sonne pur mit Wolkenbildung über den Gipfeln. Temp 20 - 40 °C. Bei einigen Zeltlagern über 3000m war ein Fleeceinlay im Schlafsack schon ganz nützlich. Prinzipiell sollte man eher für extreme Hitze als für Kälte gerüstet sein. Vorsicht Hitzschlag - viel trinken - in Pausen Jacke aus und Helm ab! Auch ein Tränken der Jacke vor der Abfahrt bringt Erleichterung für eine gewisse Dauer. 
Die beste Jahreszeit für eine solche Unternehmung ist August/September. Wenig Regen, flacher Wasserstand in Bächen und Flüssen, viel Sonne aber nicht viel zu heiß. 
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