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© 05/05/2000 Michael
Rein
last
update 29/05/2001
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| Organisation | Begleitung durch lokale Reiseunternehmen:
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| Verladung | Spedition Milizer & Münch in Stuttgart Hin: Bahntransport im Container auf selbstgebauten Paletten 26/06/00 Rück: Sammelluftfracht mit PIA, Dauer 2 Monate wgn. Koordinationsprobleme bei ca. 10 Motorrädern Gesamtkosten rund 1200 EUR
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| Gesundheit | Hepatitis A+B (Twinrix, ca 65 EUR/ Stck) 2-3 Impfungen, Abstände: die 2. nach 4 Wochen, die 3. nach 8 Monaten restliche Standardimpfungen Micropur zur Wasserentkeimung mitnehmen Immodium + Kohlekompretten irgendwas gegen Mückenstiche und Sonnenbrand Malariaprophilaxe für Regionen PAK unter 2000m Die Kombination von Magen/Darm-Problemen, großer/n Höhe/nunterschieden, wechselnden bis heißen Temp. setzen dem Körper ordentlich zu. Viel trinken, Multivit Zusätze einnehmen. |
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| Formalitäten | Visa: China, Pakistan, Kirgistan, Russland/Kasachstan Int. Führerschein Chines. Führerschein / Kennzeichen Reisepass |
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| Literatur Karten |
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| Wegqualität Strecke |
1/3 Schotterstrecke. Ohne Fahrerfahrung mit schwerem Gerät nicht
machbar. Besonders die südliche Strecke durch die Deosai Planes / Pakistan
und so manche Passagen Wellblech/Staubpiste verlangten dem Material alles
ab. Kofferverluste, verlohrene/gelöste Schrauben usw.. Auch für
Abstecher in Seitenarme sollte man enduristisch ausgestattet sein. Viele
kleinere Bach/Flußdurchfahrten. Wir hatten gutes Wetter, so dass es
nicht weiter problematisch war. Ansonsten war der KKH hauptsächlich geteert. Manche Passagen wechselndes Terrain. Tiefe Badewannen. Straßen wenig gesichert. Keine Schilder, keine Beschränkungen. Hindernisse/Schäden wurden nur durch Steine gekennzeichnet. Deshalb besser keine Nachtfahrt! Unbedingt einen Allzweckreifen draufziehen: TKC80 oder T63 Eine genaue Streckendokumentation hat Claus auf seinen Seiten. Zur Übersicht liegen hier die Scans mit eingetragener Route auf den Landkarten |
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| Essen Trinken Unterkünfte |
Während der Durchreise Kirgistans wurden wir abends vom Begleitpersonal
bekocht, was auch schon zu durchschlagenden Effekten (=D!) führte. Man
übte sich in Askese. Cola, manchmal auch gefälschte, und Immodium
waren erfolgreiche Gegenmittel. Filetiertes Fleisch ist dort wohl nicht bekannt,
die ganze Reise nicht. Würze scharf und reichhaltig (D!). H20 Flaschen
wurden oft nicht original verkauft, sondern mit Leitungswasser receikelt
(D!). Sobald wir China erreichten übernachteten wir fast ausschließlich
in Hotels. Dort war für üppige Mahlzeiten gesorgt. In Kirgistan hauptsächlich Camping. Zur Sicherheit eigenes Zelt immer am Krad! Temp in den Höhen bisweilen < 0°C. Auch Jurten-Camp mgl. Darin staut sich die Wärme besser. Die Hotels in China und Pakistan waren eher mäßig, dennoch zälten sie zu den besseren am Ort. Dies schützte aber nicht vor Ungeziefer im Zimmer und katastrophalen hygienischen Standards. Selbst im Pearl Continental Islamabad fanden wir Kakerlaken. Mit Läusen und Bettwanzen war allerorten zu rechnen. Der Service versuchte dies zu kompensieren. Freundlich, unfangreich, höflich, englisch sprechend. Motorräder standen immer sicher. Erwähnenswert war die Bleibe in Gilgit / Pakistan. Abends angekommen erwartete uns dort Abendessen in mehreren Gängen unter Flaggen auf dem Rasen des Hotelhofs bei Feuerschein. Staatsempfangstimmung. |
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| Verständigung Mentalität |
Kirgistan: Wenige sprechen Englisch, schon eher Deutsch. Mit Händen
und Füßen! Frauen freundlich, interessiert, Männer leicht reizbar China: kaum Kommunikation mgl. Hände und Füße! Freundlich, verschüchtert Pakistan: 50% sprechen Englisch. Kommunikation gut mgl.. Freundlich, hilfsbereit, Männer wirken häufig arogant Allen ist eine gute Improvisationsgabe und ein entsprechend handwerliches Geschick eigen. Zudem sollte man beim Geldtausch immer gegenrechnen und nachzählen. Häufige Betrugsversuche auch in Hotels. |
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| Umbauten Benzin |
Benzin gibt es in der Qualität von 93 Oktan bis 76 Oktan und nicht
entschwefelt. Hat den Maschinen nicht geschadet. Es musste halt oft getankt
werden, um immer eine Mischung mit nicht zu geringer Oktanzahl im Tank zu
realisieren. Getankt wurde in Kirgistan mit Vorkasse und Vorgabe der Liter,
insofern erwerte es das Volltanken. Eine besondere Bedüsung haben wir trotz einer max Höhe von 4800m nicht verwendet. Wäre aber vielleicht ratsam, bei der BMW gleich die 145er Düse (statt der 155er) zu installieren. Probleme gab es mit kochendem Benzin und somit "spuckendem" Motorenlauf. Der geringe Luftdruck in der Höhe (ca. 4000m), die hohe Außentemperatur (30°C), die geringe Geschwindigkeit (1.-2. Gang), die hohe Motortemp (125°C) und der wenig gefüllte, große HPN Tank waren bisweilen eine schwierige Kombination. Man hörte den Sprit in der Schwimmerkammer sieden. Diese Probleme traten bei den Serien BMWs mit 24L Stahltank nicht so massiv auf. Reifen sind Allrounder zu wählen: T 63, TKC 80. Ersatzschlauch und Flickzeug. Spanngurte zur Sicherung von gebrochenem Material (zB. BMW Kofferträger). Ein GPS ist sicher angebracht, da kaum Beschilderung ... und wenn, dann in Landessprache. Ansonsten keine weiteren Modifikationen. |
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| Wetter | Bis auf 2 Regentage hatten wir unglaubliches Glück. Sonne pur mit
Wolkenbildung über den Gipfeln. Temp 20 - 40 °C. Bei einigen Zeltlagern
über 3000m war ein Fleeceinlay im Schlafsack schon ganz nützlich.
Prinzipiell sollte man eher für extreme Hitze als für Kälte
gerüstet sein. Vorsicht Hitzschlag - viel trinken - in Pausen Jacke
aus und Helm ab! Auch ein Tränken der Jacke vor der Abfahrt bringt Erleichterung
für eine gewisse Dauer. Die beste Jahreszeit für eine solche Unternehmung ist August/September. Wenig Regen, flacher Wasserstand in Bächen und Flüssen, viel Sonne aber nicht viel zu heiß. |